Welche Kosten Sie bei einem Privatverkauf haben

Welche Kosten Sie bei einem Privatverkauf haben

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Für den privaten Immobilienverkauf fallen unterschiedliche Kosten an, bevor es zur Kaufpreiszahlung durch den Käufer kommt. Zusammenaddiert kommt so schon eine Menge an Kosten auf den einen zu, jedoch lohnt es sich finanziell in den meisten Fällen, die Immobilie selber zu verkaufen, da der Immobilienmakler mehrere Prozent des Verkaufspreises als Provision einbehält. Welche Kosten auf Sie und den Käufer zukommen, wird nachfolgend beschrieben.

Vermarktung

Zunächst fallen Kosten für die Vermarktung der Immobilie über Immobilienportale an, die sich auch schonmal auf mehrere hundert Euro belaufen können. Dies ist davon abhängig, in welchem Portalen Sie Ihre Immobilie inserieren möchten. Je nach Portal sind die Inserierungskosten unterschiedlich hoch. Für die Online-Portal-Nutzung sollten Kosten von ca. 500,- € für drei Monate eingeplant werden.

Vorbereitung

Weiterhin gilt es, einen Energieausweis zu besorgen. Bei den Kosten ist zu unterscheiden, ob Sie einen Verbrauchsausweis oder einen Bedarfsausweis benötigen. Die Kosten variieren hier. Der Verbrauchsausweis kostet ca. 50,- bis 80,- €, während Sie für den vom Schornsteinfeger erstellten Bedarfsausweis i.d.R. mit ca. 300,- € rechnen können.

Sollten Sie für Ihre Immobilie ein Wertgutachten erstellen lassen, so fallen für das Gutachten je nach Wert der Immobilie und Schwierigkeit der Bewertung nochmal Kosten zwischen 1.500,- bis 2.500,- € an. Dieses Wertgutachten ist für den Verkauf allerdings nicht unbedingt notwendig, da Sie sich auch kostenlose Werteinschätzungen einholen können und Ihnen dort auch der ungefähre Immobilienwert mitgeteilt wird.

Auch Kosten für Renovierungen oder Sanierungen können vor dem Verkauf anfallen. Dies ist dann der Fall, wenn Sie bspw. ein defekte Fliesen, undichte Stellen o.ä. haben, bei denen es sich lohnt, diese vor Verkauf Instandsetzen zu lassen. Die dafür anfallenden Kosten können Sie jedoch auch vom Verkaufspreis der Immobilie abziehen und im Kaufvertrag mit aufnehmen, dass der neue Eigentümer die Sanierung/Renovierung übernimmt.

Kaufabschluss

Ggf. werden noch Grundschuldlöschungen in Höhe des Geschäftswerts fällig, diese sind ebenfalls vom Verkäufer zu tragen und es sind dann bei einer Immobilie von 350.000 ca. 300,- € zu zahlen.

Die Kosten für den Käufer sind folgende: Einerseits hat er die Kosten für den Notar zu leisten, welche sich zwischen 1 bis 1,5 Prozent vom Kaufpreis der Immobilie belaufen und auch die Kosten für das Grundbuchamt mit 0,5 % inkludieren. Die Grunderwerbssteuer wird per Bescheid vom Finanzamt eingefordert und ist spätestens einen Monat nach Eingang der Rechnung zu begleichen. Die Höhe der Grunderwerbssteuer ist je nach Bundesland unterschiedlich und beläuft sich zwischen 3,5 Prozent (Sachsen, Bayern) und 6,5 Prozent (Brandenburg, Nordrhein-Westfalen, Saarland, Schleswig-Holstein, Thüringen).

Die Kosten für die Maklerprovision hingegen ersparen Sie sowohl sich als auch dem Käufer beim Privatverkauf. Sie können sich so über ca. 2 bis 5 Prozent mehr Geld vom Verkaufspreis der Immobilie auf Ihrem Konto freuen, die – je nach Verkaufspreis – auch mal einen guten Kleinwagen ausmachen.

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